(Hör-)Buchtipps – November 2026 von Helmut Voit

(Hör-)Buchtipps November 2026

Lego, Lügen und Gespenster 

Zu Halloween gehört ein bisschen Gruseln. Das findest du hier in den Bösen Büchern. Lotte ist zwar ein Gespenst, aber nicht zum Fürchten. Dafür kannst du mit ihr etwas über alte Zeiten erfahren. In die Jahre gekommen, aber niemals veraltet, sind die bunten Steine von Lego. Noch länger her ist Alexanders Geschichte. Vor hunderten Jahren bricht er auf, um Neues zu lernen. Neue Erfahrungen und Bekanntschaften machen auch Jakob und Jelena bei ihrem Schulwechsel. 

Die bunte Welt von Lego

Wer kennt sie nicht, die bunten Plastiksteine mit den Noppen oben drauf? Seit mehr als 75 Jahren fasziniert Lego junge wie und auch ältere Fans. Waren es anfangs noch einfachere Bausätze, lassen sich heute damit ganze Welten erschaffen. In diesem Buch im Großformat mit zahlreichen bunten Fotos findest du jede Menge Infos zu Steinen, Sets, Figuren und zur Geschichte der dänischen Firma. Beim Durchblättern lernst du dabei viele erstaunliche und witzige Fakten über das Lego-Universum kennen. Wusstest du etwa, dass man zwei klassische 2x4 Steine auf 24 verschiedene Arten zusammensetzen kann; dass das Lego-Set zum Schiff „Titanic“ über 9000 Teile hat; oder dass Lego-Skistöcke auch als Turmspitzen verwendet werden? 

Kommentar David:
„Als Technik-Fan mag ich Lego-Sets, die mit diesem Thema zu tun haben. Auch dazu habe ich in diesem Buch einiges gefunden, das ich noch nicht wusste.“

Das große Buch der LEGO® Fakten 
‎Dorling Kindersley Verlag, 240 Seiten

Leseprobe

David

Zeitreise mit Geistermädchen

Als Yunis das durchsichtige Mädchen in seinem Zimmer entdeckt, wird ihm alles klar: Das Gespenst ist der Grund für all die seltsamen Dinge, die vor Kurzem in dem großen alten Haus passiert sind. Der Quälgeist entpuppt sich als die sehr gesprächige Lotte, die früher hier lebte und arbeitete. Sie droht Yunis, mit ihren Streichen so lange weiterzumachen, bis er ihr hilft. Lotte will, dass Yunis mit ihr in der Zeit zurückreist. Dort sollen sie klären, welche Umstände zu ihrem frühen Tod führten. Gemeinsam begeben sie sich auf Spurensuche in das Berlin des Jahres 1897 …

Lottes Geschichte ist der Anfang weiterer Gespenster-Zeitreisen. Denn in dem alten Haus lebten früher noch viele andere Kinder. Nachdem Yunis das Rätsel der Zeitreise gelöst hat, gründet er mit seiner Nachbarin Fritzi die „Gespensterzentrale“. In weiteren Bänden der Buchreihe folgen die beiden ihren Vorgängern aus dem Haus in unterschiedliche Zeiten.

Warum Yunis mit seinem neuen Zuhause in Berlin anfangs gar nicht glücklich ist, erfährst du in der Hörprobe. Ungewöhnliche Vorfälle deuten zudem darauf hin, dass die Familie in ihrer Wohnung nicht allein ist. 

Kommentar Leon:
„Die „Gespensterzentrale“ bietet nicht nur spannende Detektiv- und Geisterabenteuer. Du lernst auch viel über Geschichte. Im Hörbuch finde ich den Dialekt von Lotte recht witzig. Im Buch gibt’s dafür Illustrationen und alte Fotos“. 

Gespensterzentrale – Teil 1: Das Rätsel der Zeitreise
von Anne-Dore Krohn und Wiebke Nieland, Lesung mit Anna Thalbach 
Der Audio Verlag, 1 Stunde 59 Minuten

Leon

Gespensterzentrale – Teil 1: Das Rätsel der Zeitreise

Gespensterzentrale – Teil 1: Das Rätsel der Zeitreise

Auf der Suche nach Gerechtigkeit

Nach einem großen Krieg mit einem benachbarten König herrscht in der kleinen Stadt Kaliste endlich Frieden. Doch da droht schon neues Unheil. Der frühere Gegner fordert von den Einwohnern einen Beweis, dass sie sein Reich nie wieder angreifen. Eine Woche gibt er ihnen dafür Zeit, sonst droht die Zerstörung der Stadt. Aus ihrer Mitte wählen die Bewohner einen, „der unschuldig und klug ist, aber nichts weiß“. Nun liegt das Schicksal von Kaliste in den Händen des jungen Alexander. Er soll in der Hauptstadt „gerechte Gesetze“ ausfindig machen, die für alle gelten. Auf seiner Reise lernt der Junge ganz unterschiedliche Leute und Meinungen kennen. Unter anderem trifft er auf komische Zwillinge, einen armen Denker und einen eitlen Modeschöpfer. Von ihnen lernt er die Grundsätze der Menschenrechte und Demokratie. Wird Alexander Kaliste damit retten?

Kommentar Leyla:
„Der Autor ist für seine Texte für Erwachsene weltberühmt. Sein erstes Kinderbuch erklärt klug und witzig, was uns Menschen ausmacht. Mit seinen schönen Zeichnungen erinnert es mich an das bekannte Buch „Der kleine Prinz“.“

Alexander
von Ferdinand von Schirach
Penguin Junior, 160 Seiten

Leseprobe

Leyla Porträt Links

Neue Schule, neues Glück?

Jelena vermisst ihre beste Freundin Lotte. Nach ihrer gemeinsamen Volksschulzeit gehen beide nun in verschiedene Schulen. An ihrer neuen Schule erwarten Jelena ganz neue Gesichter. Zum Beispiel die vorlaute Franzi, die allen nervige Spitznamen verpasst. Weil Jelena von ihrer Mutter einen zu großen roten Parka bekommt, wird sie bei Franzi gleich zum „Radieschen“. Ein anderer neuer Mitschüler ist der stille Jakob, der am liebsten nur liest. Für ein Schulprojekt müssen die beiden Außenseiter zusammenarbeiten. Manchmal sprechen sie über ihr Projekt und schön langsam lernen sie sich besser kennen. Werden aus den unterschiedlichen Kindern noch echte Freunde, die sich gegenseitig helfen und unterstützen?

Kommentar Anna-Lena:
„Auch für mich war der Wechsel nach der Volksschule nicht leicht. Die Geschichte gibt Mut. Manchmal braucht es nur etwas Überwindung und Geduld, um neue Freunde zu finden.“

Jakob und Jelena
von Tamara Bach 
Carlsen, 256 Seiten

Leseprobe

Anna Lena

In den Büchern der Literaturgeschichten in deinem JÖ spielen Lügen eine gewichtige Rolle. Auch in diesen Tipps wird hin und wieder gelogen, dass sich die Balken biegen. 

David

Lügengeschichten

1) Ist das Lesen mancher Bücher gefährlich? Glaubt man dem großen Magier Magnus Myst, gilt das zumindest für seine magischen „Bösen Bücher“. Der Verlag, der die Bücher druckt, gibt hingegen bekannt, dass Myst „darin nichts als dumme Lügen“ verbreitet. Was nun stimmt – oder ob vielleicht beides nicht ganz wahr ist – hast du selbst zu entscheiden.
Wenn du dich auf den Nervenkitzel einlässt und die drei „bösen Bücher“ liest, musst du versuchen, ihr gefährliches Geheimnis durch das Lösen mehrerer Rätsel zu lüften.
Zu ihrem 15. Geburtstag erscheinen „Die Bösen Bücher“ mit neuen Zeichnungen. Empfohlen werden sie für mutige Leserinnen und Leser ab etwa 11 Jahren. An die Buchreihe „Die kleinen Bösen Bücher“ können sich auch schon jüngere,tapfere Leseratten wagen. 

Leseprobe Band 1

Das Böse Buch, Band 1 
von Magnus Myst
Ueberreuter,‎ 224 Seiten


2) Baskerville Hall ist eine ganz besondere Schule. Als Schüler werden nur außergewöhnlich begabte Kinder eingeladen. In dem rätselhaften Internat erwartet sie ein Ort voller Wunder und Geheimnisse. Einer von ihnen ist der junge Arthur Doyle. Mit seinen Freunden lernt er in ungewöhnlichen Fächern seine Talente richtig einzusetzen. 

Im dritten Band der Buchreihe steht Arthur vor ganz schwierigen Entscheidungen. Denn um seine Schwester zu retten, muss er seine Freunde und Vertrauten hintergehen und belügen.

Baskerville Hall - Das geheimnisvolle Internat der besonderen Talente: Das Tal der Lügen
von Ali Standish 
Hanser Verlag,‎‎ 300 Seiten

Leseprobe 


Kommentar David:
„Natürlich sind die „Bösen Bücher“ nicht wirklich böse, sondern ziemlich witzig. Ein bisschen grusle ich mich aber doch immer beim Lesen. Arthur Conan Doyle war der Erfinder des berühmten Sherlock Holmes. In „Baskerville Hall“ trifft der junge Autor auf die Figuren aus seinen späteren Detektiv-Geschichten. Die Bücher sind spannende Krimis, haben aber auch etwas von Harry Potter und Hogwarts.“

Helmut Voit